Kompostberatung
Klimaschutz beginnt im eigenen Garten!
Seit vielen Jahren ist die Kompostberatung Düsseldorf in der Landeshauptstadt aktiv und berät Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen rund um das „Kraftpacket im eigenen Garten“. Auf diesen Seiten erfahren Sie viele Einzelheiten zu unserem Angebot.
- Vorteile des Kompostierens
- Grundregeln für guten Kompost
- Ehrenamtliche Kompostberatung
- Kompostberater/Innen in Ihrer Nähe
- Kompostkurse 2012
Vorteile des Kompostierens
Boden verbessern, Geld sparen, das Klima schonen - mit einem Komposthaufen lassen sich diese Ziele in jedem Garten verwirklichen.Der Kompost ist quasi der Bauch des Gartens. In ihm verdauen zahlreiche Mikroorganismen, Asseln und Würmer Garten- und Küchenabfälle, die im Laufe des Jahres anfallen. Zum Nulltarif verwandeln Millionen kleiner Lebewesen diese Abfälle in wertvollen Dünger.
Wer Kompost regelmäßig verwendet, steigert die biologische Aktivität des Bodens und verbessert die Struktur. Das erleichtert die Bodenbearbeitung. Und da der kostenlose Kompost viele Nährstoffe enthält, kann auf zugekauften Mineraldünger meistens verzichtet werden.
Die Kompostierung im eigenen Garten bietet noch mehr Vorteile: die eigene Geldbörse freut sich, da Restmüllgebühren eingespart werden können.
In Düsseldorf erhält man auf Antrag einen sog. Eigenkompostierabschlag. Das bedeutet, dass bei nachgewiesener, vollständiger Eigenkompostierung auf dem eigenen Grundstück das Mindestrestmüllvolumen auf 15 l/Einwohner und Woche reduziert werden kann. Ergänzend wird ein Abschlag von 0,384 EUR / l Behältervolumen auf die Leistungsgebühr für den Restmüll gewährt.
Kompostieren im eigenen Garten hilft darüber hinaus, das Klima zu schonen, denn es verursacht weder Emissionen durch Transport noch entstehen nennenswerte klimaschädliche Abbaugase.
Damit das Kompostieren funktioniert, braucht man übrigens keinen „grünen Daumen“. Es genügt, einige Grundregeln zu beachten.
Grundregeln für guten Kompost
Lage: Schützen Sie Ihren Kompostplatz vor extremer Witterung. Sowohl brennende Sonne als auch starke Niederschläge können die biologischen Prozesse stören. Wählen Sie einen lichten Platz im Halbschatten. Hecken oder Rankgitter schützen vor Wind und dienen gleichzeitig als Sichtschutz.
Untergrund: Der Kompost sollte Kontakt zum Erdreich haben. Aus dem Untergrund können zahlreiche nützliche Tiere in den Haufen einwandern. Eine Schicht aus Rindenmulch oder Gehölzschnitt an der Kompostbasis verhindert Nässestau und Fäulnis.
Mischung: Damit der Kompost am Ende ein Optimum an Nährstoffen enthält, muss er rechtzeitig mit den richtigen Nährstoffen gefüttert werden. Je breiter das Nahrungsangebot, desto besser. Auf den Menüplan gehören sowohl saftreiches Grün (Rasenschnitt, Wildkräuter, Gemüseabfälle aus der Küche) als auch trockener, holziger Abfall (gehäckselter Astschnitt, Strauchreste, altes Laub). Aber: Zu große Portionen eines einzigen Materials sind schwer verdaulich. Also am besten neben dem Komposthaufen ein kleines Zwischenlager für gehäckselte Holzabfälle anlegen und diese nach und nach zwischen die Grünabfälle mischen. Egal ob alter Ast oder verfaulter Kohlkopf, zerkleinert sind alle Abfälle für die Mikroorganismen bekömmlicher.
Umsetzen: Kleine, aus sorgfältig zerkleinerten Abfällen angesetzte Komposte müssen nicht umgesetzt werden. Anders dagegen verhält es sich bei größeren Haufen und Kompostern. Hier können zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Luft den Kompost in einen faulenden Misthaufen verwandeln. Das Umsetzen beugt vor und sorgt für eine bessere Mischung und eine lockere Struktur.
Komposter: Den Mikroorganismen ist es egal, ob sie ihre Arbeit auf einem Komposthaufen oder in einem schicken Thermokomposter verrichten. Untersuchungen der Stiftung Warentest haben ergeben, dass die geschlossenen Systeme allenfalls geringfügig schneller arbeiten. Wichtigere Kaufkriterien sollten daher ausreichende Größe, Preis und Optik sein.
Abdeckung: Auch ein offener Kompostbehälter oder eine Miete muss immer abgedeckt werden z.B. durch ein Kompostvlies. Im Sommer wird so das Austrocknen verlangsamt und in den übrigen Jahreszeiten wird die Auswaschung von Nährstoffen verhindert.
Reifezeit: Der Rotteprozess verläuft temperaturabhängig. Im Sommer arbeiten die Mikroorganismen schneller, im Winter langsamer. Spätestens nach neun bis zwölf Monaten ist der Rotteprozess weitgehend abgeschlossen. Aus den bunt gemischten Abfällen ist dann wieder dunkle Erde geworden. Wer besonders feinkrümeligen Kompost braucht (zum Beispiel für den Rasen), muss sieben. Grobe Siebreste wie Aststücke nicht wegwerfen, sondern ganz einfach wieder auf den Komposthaufen legen und eine weitere Saison lang kompostieren. Alternativ lassen sich solche hartnäckigen Gartenabfälle allerdings auch bequem in einem Hügelbeet beerdigen. Der Kompost selbst soll übrigens nicht untergegraben, sondern nur gut verteilt und allenfalls etwas in die Oberfläche eingeharkt werden.
Ehrenamtliche Kompostberatung in Düsseldorf
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Die ehrenamtlichen Kompostberater und -beraterinnen der AWISTA, die von der Biologin Renate Böhm geleitet werden, helfen Ihnen gerne dabei, einen Komposthaufen richtig anzulegen bzw. die Kompostierung im eigenen Garten zu optimieren. Die Beratungen sind kostenlos.
Im Einzelnen bietet die ehrenamtliche Kompostberatung folgendes an:
• Persönliche Beratung zur Anschaffung und zum Aufstellen eines Komposters
• Hilfestellung wenn es mit dem Kompostieren nicht klappt
• Empfehlungen zur Anwendung des Kompostes
• Schriftliches Informationsmaterial
• Verkauf einer besonderen Kompostabdeckung (Kompostvlies)
• Unterrichtsstunden zum Thema Kompost für Schulen und Kindergärten
• Teilnahme an Veranstaltungen mit einer Ausstellung
• Vermittlung eines Häckseldienstes mit Profi-Häckselmaschinen (kostenpflichtig, s. Abfallkalender).
Sie finden die Infostände der Kompostberatung bei verschiedenen Veranstaltungen in Düsseldorf.
Möchten Sie bei uns mitmachen?
Wenn Sie Interesse an Menschen und Natur haben, sind Sie bei uns herzlich willkommen. Wir treffen uns regelmäßig 1 x/Monat (jeden 2. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr). Bitte melden Sie sich unter 0211-830 99 0 99.
Kompostberater/Innen in Ihrer Nähe
Folgende Kompostberater/innen finden Sie in Ihrer Nähe:
| Benrath | Klaus-Dieter Kipke | Tel. 71 27 11 |
| Benrath | Angela Schneider | Tel. 24 91 22 |
| Bilk | Susanne Löffelsend | Tel. 78 84 101 |
| Gerresheim | Karl-Hermann Bliez | Tel. 29 03 56 |
| Grafenberg | Elfriede Ungerer | Tel. 68 58 55 |
| Hellerhof | Isolde Brummer-Koch | Tel. 70 22 328 |
| Mörsenbroich | Jürgen Müller | Tel. 17 09 528 |
| Oberbilk | Danuta und Christian Krämer | Tel. 788 43 57 |
| Reisholz | Roswitha Degner | Tel. 02153 - 8517 |
| Unterrath | Renate und Hans Möllers | Tel. 65 51 09 |
| Vennhausen | Barbara Eßer | Tel. 36 36 95 |
| Wersten | Christiane Lott-Hauptstock | Tel. 75 09 50 |
Kompost-Kurse 2012
Wie lege ich einen Komposthaufen an? Was kann ich tun, wenn mein Kompost zu trocken oder zu feucht ist oder stinkt? Wie verwende ich Kompost? Diese Fragen werden in den kostenlosen Kompostkursen beantwortet, die wir Ihnen auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Biogarten der Volkshochschule (VHS) anbieten. Die Kurse finden an folgenden Terminen statt:
26. Mai, 21. Juli und 27. Oktober
jeweils samstags, Beginn 14.00 Uhr,
Dauer ca. 3 Stunden,
im VHS-Biogarten im Südpark in Wersten
Weitere Informationen zu den Kompostkursen erhalten Sie telefonisch.
Kontakt
VHS-Biogarten
-
Telefon: 0211 - 78 05 72
Den kompletten Abfallkalender mit sämtlichen Terminen können Sie als PDF-Datei hier downloaden:
