Kompost

Wussten Sie schon, dass 30 - 40 Prozent des Hausmülls aus kompostierbaren Abfällen aus Küche und Garten besteht?

Jeder Gartenbesitzer kann durch das Anlegen eines Komposthaufens die Küchen- und Gartenabfälle in guten Dünger bzw. Humus verwandeln. Er vermeidet damit Müll und leistet so einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Ein Komposthaufen stinkt nicht und zieht auch keine Ungeziefer an. Die ehrenamtlichen Kompostberater/innen helfen Ihnen beim Anlegen eines Komposthaufens und stehen Ihnen kostenlos mit Rat und Tat zur Seite.

Warum kompostieren?

  1. Kompost ist ein prima Dünger
    Reifer Kompost ersetzt Kunstdünger und Torf aus dem Supermarkt und übertrifft deren Wirkung auf Boden und Pflanzen bei weitem. Zudem erhöht Kompost die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Infektionen.
  2. Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand
    Der natürliche Kreislauf wird bei der Kompostierung im eigenen Garten ohne Transporte und industrielle Techniken an Ort und Stelle geschlossen. Dieses „Ur-Recycling“ im Alltag praktisch zu erleben, führt auch in anderen Bereichen zu einem sorgsamen Umgang mit der Natur und ihren Rohstoffen. Für Kinder und Erwachsene wird Recycling so zur Selbstverständlichkeit.
  3. Sie sparen Müllgebühren
    Wenn Sie selbst kompostieren, entlasten Sie die Müllverbrennungs- bzw. die Kompostierungsanlage und Ihr Portemonnaie. Wer selbst kompostiert, kann eine kleinere Mülltonne (15-Liter anstatt 20-Liter pro Person) bestellen oder eine Reduzierung der Müllgebühren beantragen. Mit den Müllgebühren zahlt sich das Kompostieren auch in Euro und Cent aus.
  4. Kompostieren ist kindenleicht
    Wenn Sie einige wenige Grundregeln beachten, können auch Sie mit wenig Zeitaufwand Kompost von guter und bester Qualität herstellen.

Kompost: Gut für den Garten - gut für die Umwelt

Grundregeln für guten Kompost

Kompostmaterial braucht Luft.

Feine Hohlräume entstehen im Kompost durch die sogenannten Strukturmaterialien. Dazu gehören Stroh, Heckenschnitt, Stängel verblühter Blumen und bis etwa ein Zentimeter dicker Strauch- und Baumschnitt.

Kompostmaterial braucht Feuchtigkeit.

Es darf nicht austrocknen, sollte aber auch nicht zu nass werden. Die Kleinlebewesen und Mikroorganismen brauchen Feuchtigkeit. Staunässe jedoch behindert den Abbauprozess.

Grundlage des Komposthaufens

Als Grundlage des Komposthaufens oder des Komposters soll man eine „Gehölzmatratze“ aus kleingeschnittenen Ästen und Zweigen ca. 10 bis 20 cm hoch aufschichten. Das sichert die Luftzufuhr und Wasserableitung.

Je vielfältiger die Mischung, desto besser wird der Kompost.

Strukturarme, stickstoffreiche Materialien wie Küchenabfälle oder Rasenschnitt immer mit strukturreichen Materialien wie Strauchschnitt oder Laub mischen. Das führt zu einer guten Luftdurchlässigkeit und einer ausgewogenen Nährstoffmischung im fertigen Kompost

Kompost im Frühjahr sieben und als Dünger verwenden.

Die verbleibenden groben Reste, an denen für den Rotteprozess wichtige Bodenlebewesen anhaften, als Starter für eine neue Kompostierung verwenden.

Kompostplatz und Komposter

  • Ein idealer Platz findet sich selbst im kleinsten Garten.
  • Für einen Komposthaufen oder Kompost-Behälter reichen 1 – 2 m² Platz aus.
  • Zum Nachbargrundstück muss ein Abstand von 50 cm eingehalten werden.
  • Der Kompostplatz sollte von der Küche aus bequem erreichbar sein.
  • Ein halbschattiger Platz wäre für den Komposter am besten geeignet, aber es funktioniert auch an einem sonnigen oder schattigen Standort.
  • Neben dem Komposter sollte man etwas Platz lassen zum Lagern und Zerkleinern von holzigem Schnittgut und
  • Gartenabfällen, evtl. zum Antrocknen von Grasschnitt.
  • Der Platz sollte wegen der erforderlichen Bodenlebewesen Erdanschluss haben.
  • Bei einem kleinen Garten empfiehlt es sich in einem geschlossenen Behälter zu kompostieren. In einem mittleren Garten ab ca. 300 m² verwendet man besser einen größeren Holzlattenkomposter, und sehr große Gärten arbeiten besser mit einer offenen Kompostmiete.
  • Auch ein offener Kompostbehälter oder eine Miete muss immer abgedeckt werden z.B. durch ein Kompostvlies. Im Sommer wird so das Austrocknen verlangsamt und in den übrigen Jahreszeiten wird die Auswaschung von Nährstoffen verhindert.