AWISTA stellt sich vor

Historie

  • 1862
    Die Stadt greift selbst zum Besen: Die Reinigung durch eigene Kräfte ist beschlossene Sache mehr
  • 1866
    Neuerungen im Kampf gegen Seuchen und Krankheiten mehr
  • 1868
    Wachsende Aufgaben; mehr Sicherheit mehr
  • 1876
    Die Konkurrenz schläft nicht; die Latrinen-Reinigung wurde wegen zu starker privater Konkurrenz aufgegeben.
  • 1886
    Düsseldorf wächst, die Stadtreinigung vergrößert personellen und technischen Einsatz mehr
  • 1898/99
    Heftige Diskussionen um Bürgereigenanteil von 2,50 Mark, Neuorganisation der Müllabfuhr mehr
  • 1899/1900
    Closets erster und zweiter Klasse mehr
  • 1901/1902
    Umzug in den neuen Fuhrpark, aus dem Jahresabschlussbericht mehr
  • ab 1902
    Gebührenverordnung und Nachtarbeit mehr
  • 1909
    Die Stadt wächst, ein Amt für die Reinigung wird eigens gegründet mehr
  • 1945
    Handarbeit für Hungerlohn mehr
  • ab 1950
    Verstärkt motorisierte Straßenreinigung mehr
  • 1969
    Einteilung der Straßen nach Verschmutzungsgrad und erforderlicher Reinigungshäufigkeit mehr
  • 1980
    „Bruttosozialverschmutzung“ mehr
  • 1996
    Arbeitsbereiche heute: unterwegs auf Straßen, Messen, Märkten, in Tunneln und mehr
  • 2004
    Geschäftsbericht 2003
  • 2006
    Nach Gründung der AWISTA GmbH im Jahr 1998 entwickelt sich die Abfallwirtschaft zum modernen Dienstleistungsbetrieb. Über diverse Zwischenstufen wird die Suche nach einem strategischen Partner im Jahr 2006 abgeschlossen. mehr

Historie

1862

In der Sitzung der Düsseldorfer Stadtverordneten-Versammlung vom 19. November 1861 wurde beschlossen, die Abfuhr des anfallenden Mülls und Straßenkehrichts in Zukunft mit eigenen Arbeitskräften und eigenen Fahrzeugen zu übernehmen. Hintergrund dieser Entscheidung war die jährliche Preissteigerung der bis dahin in privater Hand befindlichen Reinigungstätigkeit. Aufgrund dieses Beschlusses kam es am 1. Januar 1862 zur Gründung des städtischen Fuhrparks, dessen Aufgaben im Wegebau und der Straßenreinigung lagen. Bestückt war der Fuhrpark mit 1 Aufseher, 4 Knechten, 4 Pferden, 6 Schlagkarren und einem Rinnsteinwagen. Die Stadt Düsseldorf hat zu diesem Zeitpunkt 50.742 Einwohner.

1866

Im Jahr 1866 erweitert sich die Aufgabe des städtischen Fuhrparks auf die Latrinen-Reinigung. 1867 wurden bereits Latrinen-Reinigungsmaschinen eingesetzt, was sich im Hinblick auf die grassierende Cholera-Epidemie als sehr positiv herausgestellt haben soll.

1868

Historie - 1986findet auch die Abfuhr von Schnee und Eis Erwähnung. Stark beteiligt war der Fuhrpark am Transport von Baumaterial für den Wegebau und die Kultivierung der Golzheimer Insel und des Hofgartens. Einnahmen wurden zudem aus dem Verkauf von Pferdemist und Latrinen-Dünger erzielt. Die wachsenden Aufgaben führten auch zu einer personellen Aufstockung (33 Arbeiter, 10 Pferde, 30 Karren) und der Einstellung eines Inspektors. Zwischen 1869 und 1875 wird wenig über den städtischen Fuhrpark berichtet, was mit dem Krieg 1870/71 zu tun haben mag.

1886

war die Bevölkerung bereits auf 123.260 Einwohner angewachsen. Beim Fuhrpark waren 20 Knechte, 17 Arbeiter, 2 Schmiede, 7 Kehrer, 7 Kehrfrauen und 23 Pferde im Dienst.

Die Kehrfrauen wurden nur stundenweise eingesetzt. Ein Teil der Pferde stand auch für den Einsatz bei der Feuerwehr zur Verfügung.

Historie 1986 KehrfrauAb 1897 wurde auf den Einsatz von Kehrfrauen verzichtet. Die Einsatztruppe wuchs mit der Einwohnerzahl, die sich der Marke 200.000 näherte. Die Mannschaft bestand aus 40 Knechten, 38 Arbeitern, 3 Schmieden und 19 Kehrern.

 

1898/99

Historie - 1898Im Rechnungsjahr 1898/99 wurden 20 neue, bedeckte Abfuhrwagen angeschafft. Im Zuge einer staubfreien Müllabfuhr sollten auch die Müllgefäße vereinheitlicht werden (Holz oder Metall, mit Deckel). Über den letzten Punkt kam es zu einem heftigen Disput in der Politik, da die Kosten von 2,50 Mark pro Gefäß von den Bürgern selbst getragen werden sollten. Dies sei jedoch ein sehr hoher Betrag und den Bürgern für den Verwendungszweck nicht zumutbar. Als Kompromiss wurde beschlossen, die Polizei zu ersuchen, von einer Vorschrift bestimmter Gefäße abzusehen. Die Beschaffung der bedeckten Abfuhrwagen stand auch mit der Neuorganisation der Müllabfuhr in Zusammenhang. Um eine beschleunigte Abfuhr zu erreichen, wurden an verschiedenen Stellen der Stadt Sammelstellen eingerichtet. Auf diese Plätze wurden die gefüllten Wagen geschafft, die Pferde umgespannt und die Besatzungen kehrten sofort in die Abfuhrreviere zurück. Die Überführung der gefüllten Wagen von den Sammelstellen zu den Abladestellen konnte zu einem späteren Tageszeitpunkt geschehen. Dies ist auch in Zusammenhang mit der Polizeiverordnung zu sehen, die besagt, dass die Abfuhr im Sommerhalbjahr zwischen 7.00 Uhr und 9.30 Uhr und im Winterhalbjahr zwischen 8.00 und 10.30 Uhr durchzuführen ist. Ein Durchsuchen der Müllgefäße war übrigens verboten. Diese mussten spätestens eine halbe Stunde nach Entleerung von der Straße entfernt sein. Zu diesem Zeitpunkt war bereits von der Müllverbrennung die Rede. In England bestanden schon 50 Müllverbrennungsanlagen, in Hamburg wurde 1898 der erste Versuch gefahren. Die Düsseldorfer Politik sah aufgrund der genügend vorhandenen Abladestellen jedoch noch keinen Handlungsbedarf. 1899 wurde auch die Verlagerung des städtischen Fuhrparks von der Mintropstraße (vormals Ellerstraße) auf das Terrain der alten städtischen Gasanstalt an der Pionierstraße beschlossen. Der Fuhrpark bestand zu diesem Zeitpunkt aus 36 Knechten, 39 Arbeitern, 4 Schmieden und 21 Kehrern. Der Wagenpark bestand aus 52 überdeckten Abfuhrwagen, 1 Düngerwagen, 1 Heuwagen, 24 Karren, 6 zweispännigen und 15 einspännigen Sprengwagen, 5 Kehrmaschinen und 1 Schneepflug. Eingestallt waren insgesamt 34 Pferde.

1899/1900

In den Jahren 1899/1900 kam es zunehmend zur Errichtung größerer, beaufsichtigter Bedürfnisanstalten, wovon es insgesamt 21 im Stadtgebiet gab. Bemerkenswert ist die Einteilung in Closets 1. Klasse (10 Pfennig) und 2. Klasse (5 Pfennig).

1901/1902

Der Umzug in den neuen Fuhrpark fand am 15. Juli 1900 statt.
Dem Jahresbericht 1901/1902 ist folgender Abschnitt entnommen:
Auch im vergangenen Jahr erfolgte die Abfuhr des Hausmülls und des Straßenkehrichts durch den städtischen Fuhrpark und zwar in den Vormittagsstunden im Anschluss an die von den Bürgern vorzunehmende Straßenreinigung. An den Nachmittagen leistete der Fuhrpark für die verschiedenen Verwaltungszweige Fuhren.

Nebenher besorgte er die Besprengung der Straßen an heißen Tagen und nahm die Reinigung der Straßenstrecken vor den städtischen Grundstücken vor. In einzelnen Fällen wurden auch die Bürgersteige vor Privathäusern gegen eine festgesetzte Gebühr durch den Fuhrpark gereinigt.

Ab 1902

Historie - 1902Mit der Straßen-Polizei-Verordnung vom 1. Februar 1902 kommt es zur Übertragung der Straßenreinigung auf den städtischen Fuhrpark und am 1. April 1902 zum Inkrafttreten der ersten Gebührenverordnung. Die Gebühr beträgt für den Quadratmeter zu reinigender Fahrbahnfläche fünfzig Pfennig. Ab April 1904 wurde die an einen Privatunternehmer vergebene Müllabfuhr in 10 Abfuhrbezirken wieder unter die Regie des städtischen Fuhrparks gestellt. Von Beginn des Kalenderjahres 1904 erfolgte die Reinigung der Asphaltstraßen nachts. Die Zahl der Anstalten betrug 33, davon waren 28 Pissoire und 5 Bedürfnisanstalten.

Im Jahresbericht 1904/1905 ist nachzulesen, dass das jetzige System der Müllabfuhr den Anforderungen der Neuzeit nicht mehr entspreche. Es gehört zu den Anforderungen der Hygiene und Ästhetik, dass die Müllgefäße und Müllwagen von dem Tagesbetriebe verschwinden.

Als Haupthemmnis bei der bestehenden Müllabfuhr wurde die Zentralisierung angesehen, die zu lange Wege für Wagen und Arbeiter mit sich brachte.

In der Straßenreinigung wuchs die zu reinigende Fläche von 112.863 qm auf 125.772 qm. Diese Mehrarbeit konnte nur durch Verlegung von Arbeitszeiten in die Nacht erledigt werden. Im Berichtsjahr 1905/1906 wird die starke Fluktuation bei den Arbeitskräften beklagt. Bei einem Gesamtbestand von 230 Mann traten 151 (65%!) im Laufe des Jahres aus. Hiermit endet leider der unveröffentlichte Bericht von Herrn Schmidt, stellvertretendem Amtsleiter aus dem Jahr 1953.

1909

Historie - 1909Folgende Passagen wurden inhaltlich einer Veröffentlichung des Düsseldorfer Stadtreinigungs- und Fuhramtes aus dem Jahr 1969 entnommen.

Das Anwachsen zur Großstadt und damit verbundene zunehmende hygienische Probleme ließen diese Einrichtung immer wichtiger werden und führten im Jahr 1909 zur Bildung eines eigenen Amtes. Prägend für die damalige Arbeit war das Zusammenwirken von Mensch und Tier, wobei der Müllabfuhr 64 Pferde und der Straßenreinigung 6 Pferde zugeteilt waren. Personell setzte sich die Straßenreinigung aus 6 Kutschern, 5 Vorarbeitern, 30 Arbeitern für die Nachtreinigung der Asphaltstraßen, 15 Streckenwärtern für die Tagesreinigung der Asphaltstraßen, 30 Arbeitern für die zu reinigenden gepflasterten Flächen, 1 Arbeiter für die Reinigung von Droschkenhalteplätzen, 4 Handwerkern und 1 Stallwärter zusammen. Auch das Erscheinungsbild der damals 2 Betriebshöfe war durch Einrichtungen für Pferde wie Stallungen, Schmiede-, Sattler- und Stellmacherwerkstätten geprägt. Der Maschinenpark bei der Straßenreinigung bestand aus 4 Waschmaschinen für Asphaltstraßen, 1 Schrubbermaschine, 7 Kehrmaschinen, 1 Schneepflug, 50 Handkärrchen, 1 Trottoirsprengwagen und 2 Unterkunftwagen für Arbeiter. Bereits damals waren Rationalisierungsmaßnahmen in Gange. So wird von selbstaufladenden Kehrmaschinen berichtet, deren Hauptnachteil eine Bespannung mit 2 Pferden war, die aufgrund des Maschinengewichts bereits nach kurzer Zeit erschöpft waren. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde höchster Wert auf einspännig fahrende Fuhrwerke gelegt. Bis etwa 1935 blieben die Aufgaben des Amtes unverändert und umfassten neben der Straßenreinigung und Müllabfuhr den Winterdienst und die Wartung öffentlicher Toiletten. Aus der nationalsozialistischen Zeit sind zur Zeit keine Angaben verfügbar.

1945

Historie 19451945 waren, bedingt durch den 2. Weltkrieg, die meisten Betriebsgebäude zerstört und viele Dienstkräfte der bewährten Vorkriegsmannschaften kehrten nicht an ihren Arbeitsplatz zurück. Eine maschinelle Reinigung war zu dieser Zeit nicht möglich, da Straßen und Plätze mit Trümmern übersät waren und auch keine einsatzbereiten Spezialmaschinen zur Verfügung standen. Infolgedessen wurde zuerst Zug um Zug die manuelle Straßenreinigung wieder aufgebaut, was im Stadtbild zur Renaissance der Kehricht-Handkarren führte. Überhaupt war es in der Nachkriegszeit äußerst schwierig, Personal zu finden, da im Verhältnis zu den Schwarzmarktpreisen Schwerstarbeit für umgerechnet eine Packung Zigaretten pro Monat geleistet werden musste. Dies änderte sich allmählich erst nach der Währungsreform im Jahr 1948.

Ab 1950

Historie - 1950Eine zunehmende Motorisierung der Straßenreinigung setzte ab 1950 mit der Beschaffung kleiner Lastenroller ein, die bis zu 6 Kehrrichttonnen transportieren konnten. Typisch für die Straßenreinigung waren die Kehrichttonnen in verschließbaren Gestellen, die im Straßenraum als Umschlagstellen dienten und nach Befüllung durch LKWs abtransportiert wurden. Ab 1961 wurden Klein-LKW eingesetzt, die die Kehrkolonnen in die Reviere transportierten.  Historie - 1950 bZunehmende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Straßenreinigung ergaben sich aus dem schnellen Flächenzuwachs der Stadt und der starken Zunahme des ruhenden und fließenden Verkehrs. Dem konnte nur durch technische Neuerungen begegnet werden, so dass im Jahr 1966 erste Versuche mit Kleinkehrmaschinen durchgeführt wurden. Spreng- und Waschwagen dienten zum Abschwemmen und Spülen der Straßen, besonders dort, wo aufgrund parkender Fahrzeuge eine andere nachhaltige Reinigung nicht möglich war.

1969

Historie - 1969Im Jahr 1969 wurden bereits 14 Kehrmaschinen, 8 Straßenspülwagen, 43 Kehrkolonnenfahrzeuge, 12 Kleinkehrmaschinen und 6 Kehricht-LKW eingesetzt. Eine Untergliederung der Straßen nach dem individuellen Verschmutzungsgrad von einmaliger bis zwölfmaliger wöchentlicher Reinigung bedingt, dass die zu reinigende Strecke insgesamt 2373,5 km betrug (1988 = 2.675 km).

1980

Seit ca. 1980 lautet die Devise „die Straßen sind so rein wie nötig und die Kosten sind so niedrig wie möglich“, was zu erheblichen Rationalisierungsmaßnahmen und zur Mechanisierung der Straßenreinigung führte. Zunehmender Personalmangel erweist sich v.a. deswegen als problematisch, weil ständig neue Arten der Verunreinigung, bedingt durch Produktion und Verkauf, hinzukommen. Geprägt wurde der Begriff der „Bruttosozialverschmutzung“, der den Zusammenhang von Wohlstandssteigerung und Umweltgefährdung beschreibt.

1996

Historie - 1996Im Jahr 1996 setzt sich der Trend zur Personaleinsparung und Mechanisierung in der Straßenreinigung fort. Seit Jahren prägen bereits Elektrofahrzeuge, Kleinwasch- und Kleinkehrfahrzeuge das Bild. Aber auch der traditionelle Straßenkehrer mit Handkarren hat noch lange nicht ausgedient, erfährt aber bereits durch die futuristisch anmutende „Grüne Maschinen“ eine gewisse Unterstützung.

Heute sind in Düsseldorf insgesamt 325 Mitarbeiter in den Revieren aktiv und bewegen einen Maschinenpark von 22 Kehrfahrzeugen, 5 Kleinkehrfahrzeugen, 9 Großwaschfahrzeugen und 13 Kleinwaschfahrzeugen. Neben den üblichen Arbeiten ist die Straßenreinigung auch für die Messe- und Marktreinigung, die Reinigung von Tunnelwänden, die Kadaverbeseitigung und die Graffiti-und Plakatbeseitigung im Düsseldorfer Stadtgebiet verantwortlich. Hinzu kommen jahreszeitlich bedingte Sondereinsätze wie die Laubsammlung im Herbst (rund 6000 Kubikmeter Laub) und das Großreinemachen an den Karnevalstagen. Besondere Probleme im Rahmen der Straßenreinigung ergeben sich bis heute bei der Reinigung der Düsseldorfer Altstadt, die aufgrund des Passantenstroms nachhaltig nur in den Nachtstunden durchgeführt werden kann. Zu dem Inhalt von 3000 zu entleerenden Papierkörben werden von der Mannschaft der Straßenreinigung rund 18.000 Tonnen Straßenkehricht in die Müllverbrennungsanlage in Düsseldorf Flingern verbracht. Der Gesamtetat der Straßenreinigung liegt zurzeit bei rund 25 Mio. Euro.

2006

Mit der Ausgründung aus dem „Konzern Stadt“ und der Bildung einer eigenständigen GmbH im Jahr 1999 haben sich gänzlich neue Perspektiven auf dem Entsorgungsmarkt ergeben, denen mit der Bildung einer strategischen Partnerschaft in Form einer Überkreuzbeteiligung Rechnung getragen wird. Hauptgesellschafter (51%) der AWISTA GmbH sind die Stadtwerke Düsseldorf AG, die des Weiteren mit 49% am Entsorgungspartner REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG beteiligt ist. Beim Minderheitengesellschafter der AWISTA und gleichzeitig Mehrheitsgesellschafter der REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG gab es in den vergangenen Jahren mehrfache Wechsel. Seit August 2006 hat diesen Part die REMONDIS Kommunale Dienste Rheinland GmbH inne.

Im Gegensatz zu Zeiten eines städtischen Amtes blickt die AWISTA GmbH heute gemeinsam mit ihrem strategischen Partner REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG weit über den Tellerrand Düsseldorfs hinaus. Das Bergische Land zählt zum unmittelbaren Einzugsgebiet für kommunale und gewerbliche Dienstleistungen. Innerhalb des Konzerns können Verbrennungs- und Kompostierungskapazitäten angeboten werden, das Entsorgungszentrum Düsseldorf-Reisholz fungiert als überregional tätige Drehscheibe für Sonderabfälle und der Zugriff auf weitere Sortier- und Entsorgungsanlagen, beispielsweise im Sektor DSD oder Bauschutt, ist gesichert.

Das Kerngeschäft der AWISTA GmbH ist die kommunale Dienstleistung in der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Diese gelten als „gesetzt“, ist die Landeshauptstadt Düsseldorf doch der größte und wichtigste Kunde und sämtliche Anforderungen bis hin zum Winterdienst in langfristigen Verträgen geregelt.

Betriebliche Leistungen sind heute weitgehend optimiert. Ob in der Werkstatt, der Müllabfuhr oder der Straßenreinigung – an jeder nur denkbaren Schraube wird gedreht, um die Wirtschaftlichkeit der Dienstleistungen weiter zu erhöhen.

Synergieeffekte durch eine zentralisierte Materialwirtschaft gehören ebenso dazu wie eine optimierte Personal-, Fahrzeug- und Werkstattnutzung. Dies spiegelt sich in einem modernen Buchhaltungssystem wider, das zur Prozess- und Stoffstromsteuerung sowie zur Centerbewirtschaftung eingesetzt wird.

Das Dienstleistungsspektrum der AWISTA GmbH reicht heute weit über die „klassische Müllabfuhr“ hinaus: Seitenlader und Überkopflader werden im privaten und gewerblichen Bereich zur Entsorgung verschiedener Abfallfraktionen eingesetzt. In der Reinigung wird die klassische Straßenreinigung durch Flächenreinigung von Privatgelände und Graffiti-Entfernungen ergänzt. Speziell Sport- und Kulturevents, von der Stadionreinigung bis zum Karnevalszug, gehören zum Dienstleistungsspektrum der AWISTA.

Insgesamt werden rund 500.000 Tonnen Abfälle pro Jahr aus Düsseldorf entsorgt, davon 144.000 Tonnen Restmüll und 27.000 Tonnen Sperrmüll aus privaten Haushalten sowie 125.000 Tonnen Wertstoffe über die Recyclinghöfe und diverse Sammlungen.

Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen REMONDIS Rhein-Wupper GmbH & Co. KG und den Beteiligungsunternehmen werden rund 1 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr behandelt.

In Düsseldorf ist die Müllabfuhr mit 450 Mann ist mit rund 8 Millionen Behälterwechseln pro Jahr im Einsatz, die Mannschaft der Straßenreinigung (280 Mann) reinigt 152.000 Kilometer Straßen und Gehwege im Jahr und transportiert ca. 18.000 Tonnen Straßenkehricht in die Müllverbrennungsanlage.

Diese Leistung auch zu zeigen, hat sich die AWISTA GmbH ins Stammbuch geschrieben. Fahrzeuge und Mitarbeiter sind heute eindeutig im Straßenbild erkennbar, Leistungskennzahlen werden in Form von Image-Kampagnen „an den Bürger“ gebracht.

Wesentliche Kennzahlen zur AWISTA:

Straßenreinigung und Winterdienst:
Die Straßenreinigung in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist eine personal- und kostenintensive Angelegenheit.

Rund 152.000 km Straßen- und Wegenetz werden durch 280 Mitarbeiter mit einem Hightech-Maschinenpark gereinigt, im Herbst das Laub von ca. 50.000 Bäumen eingesammelt und kompostiert und im Winter für Verkehrssicherheit und die Sammlung von Weihnachtsbäumen gesorgt - auch am Wochenende und oftmals sogar in der Nacht.

Für die Straßenreinigung gibt es ein nach DIN ISO EN 9001:2000 zertifiziertes Qualitäts-Management-System. Es beinhaltet eine regelmäßige Überprüfung der Reinigungsausführung mit entsprechender Dokumentation und ein Beschwerdemanagementsystem.

Zur Organisation der Straßenreinigung werden sogenannte Reinigungspläne erstellt. Sie dienen als Vorgabe für die Reinigungskolonnen, zur Überprüfung der ausgeführten Reinigung und als Nachweis bei Beschwerden und eventuellen Gerichtsverfahren. Die Reinigungsleistungen werden ständig durch einen Aufsichtsdienst kontrolliert.

Eckdaten Straßenreinigung
In Düsseldorf fallen pro Jahr ca. 18.000 Tonnen Straßenkehricht an, die in der Müllverbrennungsanlage Flingern entsorgt werden. Das entspricht einer Reinigungsleistung von 72 Tonnen pro Tag und 228 kg pro Tag und Straßenkehrer. Gereinigt werden ca. 2000 km Straßennetz und Gehwege pro Woche.

Folgende Fahrzeugkapazitäten sind im Einsatz (Stand 2005):

  • 23 Kehrfahrzeuge
  • 45 Kehrichtfahrzeuge
  • 6 Kleinkehrfahrzeuge
  • 7 Waschfahrzeuge
  • 9 Kleinwaschfahrzeuge

Leerung Abfallkörbe:
In Düsseldorf gibt es ca. 4.700 Papierkörbe, die im Rahmen der Straßenreinigung durch die AWISTA GmbH entleert werden.

Reinigung Containerstandorte:
Die Containerstandorte werden ebenfalls durch die AWISTA GmbH gereinigt. Eine gewerbliche Nutzung der Container ist nur beim Glas gestattet.

Containerpaten:
Durch Umweltamt und AWISTA werden an besonderen Krisenstandorten von Depotcontainern ehrenamtliche Containerpaten eingesetzt. Dieses erfolgreiche Modell wurde 1999 eingeführt. Momentan sind 45 Containerpaten im Einsatz, die ihren Standort mit Schaufel und guten Worten betreuen und in direkter Verbindung zur AWISTA stehen.

Dreck-weg-Mobil + Grünmobil
Zur schnellen Beseitigung von Verunreinigungen werden Dreck-weg-Mobile im Rahmen der Straßenreinigung und Grün-Mobile durch das Gartenamt je nach Auftreten der Verunreinigungen eingesetzt.

Sonderaufgaben: Graffiti
Graffiti als Ausdruck moderner Jugendkultur stellen für jede Kommune ein Problem dar. Die AWISTA GmbH verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Beseitigung und Prophylaxe. Die Beseitigung von Graffitis auf städtischen Gebäuden und Anlagen wird ausgeschrieben. Selbstverständlich kann auch ein privater Beseitigungsauftrag durchgeführt werden.

Winterdienst
  Der Winterdienst ist Bestandteil der Straßenreinigung – für ihn fallen keine Extrakosten für die Bürger an. Die Höhe der Kosten ist letztlich abhängig von den Witterungsbedingungen in den Wintermonaten. Die gesetzliche Grundlage erfordert eine perfekte Organisation und Zusammenarbeit mit weiteren Behörden wie Polizei und Wetterdienst. Im „Winterdienstkompendium“ ist der organisatorische Ablauf detailliert wiedergegeben.

Beim Winterdienst werden durch die AWISTA GmbH Straßen, Gehwege und Radwege entsprechend festgelegter Dringlichkeitsstufen nach Bedarf mit Salz oder Splitt abgestreut.

Besondere Aufgaben der Straßenreinigung:
Zu den besonderen Aufgaben in der Straßenreinigung zählen neben dem Winterdienst z.B. die Altstadtreinigung im Drei-Schicht-Betrieb, die Reinigung des Bahnhofumfeldes, die Zugwegreinigung beim Karneval und die Laubsammlung im Herbst.

Abfallentsorgung:

Wesentliche Aufgaben der AWISTA im Konzernverbund sind die Auslastung der Müllverbrennungsanlage sowie Sammlung und Transport der Abfall- und Wertstoff-Fraktionen.

Zentraler Bestandteil der Abfallentsorgung in Düsseldorf ist die Müllverbrennungsanlage. Die Kapazität für brennbare Abfälle liegt bei 450.000 Tonnen im Jahr. Die ständig den aktuellen Umweltschutzauflagen angepasste Anlage verarbeitet Abfälle aus den Privathaushalten der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Region sowie Gewerbe- und Industrieabfälle.

Brennbare Restabfälle werden in den Haushalten über die „grauen Tonnen“ bis zu einem Volumen von 1100 Litern erfasst. Im Regelfall werden diese einmal pro Woche geleert.

Wichtig in Düsseldorf ist auch die Sperrmüllsammlung.

Sperrige Abfälle können einmal pro Monat von jedem Haushalt zur Abholung bereit gestellt werden. Kühlschränke, „Weiße Ware“ und Radiatoren werden zur Schadstoffentfrachtung zum gleichen Termin von einem Spezialfahrzeug abgeholt. Seit 2005 erfolgt eine separate Erfassung von Elektronikschrott.

Für die Wert- und Schadstofferfassung stehen verschiedene Systeme zur Verfügung.

In den Haushalten wird neben dem Restmüll auch Verpackungsmaterial (Gelbe Tonne) und Bioabfall (Braune Tonne) gesammelt. Papier wird in Form von Containern im öffentlichen Straßenraum und über eine Papierbündelsammlung erfasst. Glas in den Fraktionen Weißglas, Braunglas und Grünglas wird ebenfalls über Depotcontainer gesammelt.

Wichtig sind des weiteren die drei städtischen Recyclinghöfe, wo die Bürger recyclingfähiges Material kostenfrei abgeben können.

Zur Schadstoffentfrachtung des Hausmülls dienen die Schadstoffannahmestellen auf den Recyclinghöfen und die ca. 40 mobilen Standorte des Schadstoffmobils.

Für die weitere Verwertung stehen im Konzernverbund geeignete Anlagenkapazitäten zur Verfügung.